[selbst gekauft]

Ich habe mal gelesen „vor jeder Veränderung steht die Entscheidung, es zu versuchen“ und ich versuche es! Die Entwicklung die ich seit 1,5 Jahren durchlaufe ist sehr aufregend. Heute meditiere ich, versuche mich an Yoga, trainiere jeden Tag aufs Neue achtsam durchs Leben zu gehen und mich an den kleinen Dingen zu erfreuen. Ich stärke meine Resilienz, entrümple mein Zuhause, meinen Körper und Geist und merke immer wieder, dass es mir guttut, dass mir diese Themen guttun. Es ist also definitiv etwas Wahres dran aber wie eingangs erwähnt: man muss es versuchen.

Ich habe früher z.B. die Meditation als Esoterikkram abgestempelt, was ich rückblickend betrachtet sehr schade finde, sonst hätte ich schon viel früher die innere Ruhe kennengelernt nach der ich mich so lange gesehnt habe. Aber wie so oft im Leben müssen erst einschneidende Erlebnisse passieren damit man lernt auf sich aufzupassen.

Mittlerweile habe ich schon einige Bücher zu den Themen Achtsamkeit, Slow Living, Hygge, Zeitmanagement und Entrümpeln gelesen. Heute reiht sich das Buch

Detox your life
Loslassen und Entrümpeln in allen Lebensbereichen

mit ein. Diese Bücher regen allesamt zum Nachdenken und reflektieren an. Sie helfen dir bei der Entscheidung bewusster zu leben und auf dich selbst Acht zu geben. Die me time habe ich hier auch schon angesprochen. Heute möchte ich dir also einen Einblick in das Werk von Sarah Wasgien geben die mit Detox your life die drei Bereiche Body, Home und Social Life unter die Lupe nimmt und hilfreiche Tipps gibt.

Klappentext

Wer weiß, was er braucht, braucht gar nicht mehr so viel. Denn Überfluss in allen Bereichen – vom Kleiderschrank bis zum Kühlschrank, vom Freundeskreis bis zum Arbeitsplatz – bedeutet vielfach eher Stress als Freude. Minimalismus lautete das Schlagwort unserer Zeit: das Leben entgiften, in allen Bereichen. Wie Sie sich auf das wirklich Wichtige reduzieren und konzentrieren? Folgen Sie einfach unseren Detox-Tipps – für ein aufgeräumtes Leben!

Quelle: Detox your life

Persönliches Feedback

Zu allererst muss ich sagen, dass das Buch wunderschön gestaltet ist, es sind ca. 50 fotographische Abbildungen enthalten, da das Buch farbig gestaltet ist, hat es gleich einen positiven sympathischen Eindruck beim Durchblättern gemacht. Mit seinen rund 190 Seiten wirkt die Informationsflut erst einmal viel aber die Kapitel und Erklärungen sind kurz und bündig gehalten, man fliegt nur so über die Seiten. Zudem gibt es auch immer kleine Tipps am Rande. So z.B. die App Menthal die von einer Uni in Bonn entwickelt wurde. Sie zeichnet das tägliche Verhalten mit dem Handykonsum auf: wie oft wird der Bildschirm angemacht, das Handy entsperrt, wie lange werden welche Apps genutzt. Für mich ist das sehr aufschlussreich und ich könnte mir vorstellen, dass es hier auch andere Leser gibt, für die diese App interessant klingt.

Das Buch ist inhaltlich in drei große Bausteine aufgeteilt: Body, Home und Social Life.

Body

In der Rubrik Body geht es darum, sich bewusst mit der Ernährung auseinander zu setzen. Das industriell verarbeitete Lebensmittel nicht gut sind, sollte mittlerweile jedem klar sein. Als Anreiz wird gleich zu Beginn gesagt, dass indirekt jede Ernährungsform im Großen und Ganzen ihre Berechtigung hat aber es gibt eine entscheidende Gemeinsamkeit: man ernährt sich frisch.

Clean Eating wird hier aufgeführt, die Hauptsache besteht darin frische und natürliche Zutaten zu verwenden. Regional betrachtet spart man hier auch Geld wenn man auf diese Produkte zurückgreift. Kleiner Pluspunkt: man tut der Umwelt ebenfalls etwas Gutes.

In diesem Zusammenhang wird auch das Beispiel Zucker aufgeführt. Viele versuchen diesen zu vermeiden, da industriell hergestellter Zucker keinerlei Vorteile für uns hat, doch leider wird Zucker auf den Inhaltsangaben mit diversen unterschiedlichen Namen aufgeführt. Sollte man diese nicht alle auswendig kennen hat man meist immer irgendwelche Produkte im Einkaufskorb die Zucker beinhalten.

Mein Mann und ich ernähren uns seit gut einem Jahr sehr gesund, mit frischen unbehandelten Zutaten und weitestgehend – sofern keine Ersatzmöglichkeit vorhanden ist – ohne verarbeitete Lebensmittel. In diesem Zusammenhang ist mir aufgefallen, dass mir meine Lieblingsschoki, die ich seit ich klein bin immer gern gegessen habe, nicht mehr schmeckt. Gleiches auch bei den Chips die wir immer mal wieder für einen Fernsehabend gekauft hatten. Einerseits war ich kurz traurig auf der anderen Seite haben wir festgestellt, dass sich unsere Geschmacksnerven erholt haben und die ganzen E-Stoffe und was nicht sonst noch alles in den Chips und der Schokolade ist nicht mehr als gut empfinden. Das war für uns ein kleiner Meilenstein. So ist es noch leichter bewusst gesund zu essen, wenn man die „alten“ Dinge einfach nicht mehr mag.

Am Ende des ersten Kapitel Body gibt es noch ein paar Rezepte und Smothies als Anreiz sich doch einfach mal clean zu ernähren. Das Hirse-Risotto haben wir bereits getestet und es war lecker.

Home

Der Begriff Minimalismus ist wahrscheinlich in den letzten Jahren jedem irgendwann über den Weg gelaufen, es hat sich hier ein regelrechter Hype gebildet – ähnlich wie bei Hygge – aber das finde ich auch gut so! Beim Minimalismus geht es weniger darum weniger zu haben sondern Platz für das zu haben was wirklich gebraucht wird. Sich also intensiv damit auseinander zu setzen, ob das 3. Geschirrset von Tante Erna wirklich benötigt wird, zumal wir es eigentlich richtig hässlich finden, nie benutzen und nur noch im Schrank stehen haben aus Scham, wenn wir es wegschmeißen könnte Tante Erna sauer oder traurig darüber sein.

Unser Zuhause sollte keine Müllhalte von Dingen sein die wir eigentlich nicht in unserem Leben haben wollen. Auch die Jeans im Schrank, bei der wir hoffen das sie irgendwann wieder passt, sollte endlich aussortiert werden. So etwas gibt uns nur etwas Negatives.

Sehr aussagekräftig fand ich daher folgenden Satz:

„Glück bekommt man nicht durch Dinge. Wir sind dafür innerlich verantwortlich.“

Glück kommt von innen, alles was wir kaufen und uns zulegen, annehmen, obwohl es uns nicht gefällt macht uns nicht langfristig glücklich. Auch diese Erkenntnis teile ich voll und ganz. Wie die Autorin war auch ich Frustshopperin, egal ob die Schokolade im Supermarkt oder in der Stadt ein „sinnloser“ Einkauf. Im ersten Moment war ich happy, die Glückshormone flossen in Strömen aber zuhause, nach dem die Tafel Schokolade verputzt war oder nach dem ich das gekaufte Oberteil dann angezogen hatte, fühlte ich mich ebenfalls sehr schnell schlecht. Warum? Statt in mich hineinzuhören habe ich mich mit oberflächlichen Dingen abgefunden, weil ich dachte, sie tun mir gut, nur weil sie für einen kurzen Moment die Glückshormone lossprudeln ließen.

Diese Erkenntnis nach gut 1,5 Jahren zu haben ist für mich ein starker Beweis wie sehr man durch falsche Hoffnungen, Werbungen und dergleichen in die Irre geführt wird und einfach keinerlei Gefühl mehr für sich selbst aufbringt. Wir müssen einfach nur in uns hineinhorchen um zu wissen was uns fehlt. Statt dem Drang der Schokolade nachzugeben sollten wir also uns kurze in paar Minuten nehmen und in uns fühlen um dann festzustellen, dass wir vielleicht traurig sind und eine Umarmung oder ein Gespräch mit einer Freundin helfen würde und letztendlich das ist was wir brauchen.

Hilfreiche Tipps gibt die Autorin auch zum Thema Entrümpeln und Ausmisten. Aufgeteilt in die verschiedenen Wohnräume, Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Badezimmer etc.

Ein sehr guter Tipp, den mein Mann und ich aber schon seit langem umsetzen ist das Haushaltsbuch. Bei uns ist es eher die Haushaltsapp, da ich dann alles sofort auch von unterwegs eintragen kann.

Social Life

Die großen Themen Selbstliebe und me time sind sehr wichtig. Gerade über letztes habe ich hier vor einigen Wochen berichtet. Eine Auflistung was man an sich mag und was nicht sowie eine Liste der Befreiung dazu ist sehr anschaulich dargestellt. Man setzt sich direkt mit den Glaubens- und Verhaltensmuster auseinander.

Selbstverständlich wird in diesem Kapitel auch die Stressbewältigung aufgegriffen und was man selbst dafür tun kann um eine Entlastung zu erhalten. Ich selbst meditiere und praktiziere mittlerweile Yoga und ich merke schon die ersten Erfolge. Manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen und neues ausprobieren.

Gerade in Streitgesprächen kommt es auch darauf an, die richtige Kommunikation zu nutzen. Man sollte daher immer „Ich-Botschaften“ verwenden. Sich darüber auseinander zu setzen kann anstrengend sein, da wir vieles unbewusst sagen aber hier kommt die Achtsamkeit wieder ins Spiel. Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum und in diesem Raum können wir kurz innehalten und entscheiden wie wir reagieren und was wir sagen.

„Deine Zeit und Energie gehört dir, und nur du entscheidest, wofür, für wen und in was du diese investierst.“

Das war ein sehr – nennen wir es – emotionaler Abschnitt in dem es darum ging, dass toxische Beziehungen, ganz gleich, ob Familie, Freunde, Partner, einem nicht guttun und man oftmals besser dran ist den Kontakt zu minimieren oder ganz abzubrechen. Solche Erfahrungen habe ich schon machen müssen aber rückblickend betrachtet fand ich es gut, mir geht es dadurch besser. Für viele wird es wahrscheinlich schwer sein aber denkt immer an das obige Zitat!

Am Ende wurde noch der Bereich der Arbeit angeführt, dass man nicht einer Arbeit nachgehen sollte die einem nicht guttut. Auch hilfreiche Fragestellungen wurden aufgeführt um mit diesem Thema arbeiten zu können, sofern es einen betrifft. Man lebt nur einmal und man sollte das Beste daraus machen!


Bibliographische Angaben

ISBN: 9783959611824
Erschienen am 24.01.2018
Christian Verlag
192 Seiten
ca. 50 Abbildungen
Format 16,5 x 23,5 cm
Hardcover

Hier kannst du es kaufen für 17,99 €


Ich konnte viel tolles aus dem Buch mitnehmen. Ich lese mittlerweile vermehrt nur noch solche Bücher, nicht nur, weil sie gut zu den good vibes passen, sondern, weil man sehr viel daraus mitnehmen kann. Ideen, Apps, Umgestaltungen, Tipps und Tricks. Man muss nicht sofort alles umsetzen aber ich denke, dass jeder etwas finden würde, bei dem er denkt „das probiere ich mal aus.“

Deine Eileen

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12 Replies to “Detox your life”

  1. Das klingt nach einem sehr interessanten Buch! Ich habe letztes Jahr auch meinen kompletten Kleiderschrank einmal auf den Kopf gestellt – erstens um mittlerweile ungeliebtes loszuwerden und zweitens, um mich neu einzukleiden, was nach einem Gewichtsverlust nötig war. Ich fand es sehr befreiend, plötzlich soviel Platz im Schrank zu haben und ich hab ihn nicht wieder gefüllt 🙂 Nur mit dem allernötigsten!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Liebe Jana, dass hört sich toll an & das Gefühl dieser Freiheit kenne ich. Einmal erlebt möchte man es nicht mehr hergeben. Alles Gute dir! Liebe Grüße Eileen

  2. Ein schöner Beitrag und so wahr. Leider bleiben wir oft in unserem Trott und ändern erst etwas wenn wir ein einschneidendes Erlebnis haben, meistens ein schlechtes. Ich finde es toll wie du dich mit diesem Thema auseinandersetzt und was du schon alles für dich erreicht hast.

    lg
    Verena

    1. Danke Verena, da geht mir das Herz auf, genau deswegen mache ich es. Um anderen den Anstoß zu geben etwas zu unternehmen bevor sie vielleicht selbst auf die Nase fallen. Liebe Grüße

  3. Das ist tatsächlich absolut ein Buch für mich! Ich bin seit Jahren gefühlt nur im Stress, und es wirkt sich auch immer extrem auf meine Gesundheit aus. Für mich war zB Meditieren bisher auch nie etwas. Momentan überlege ich aber echt zum Einen zB mit Yoga anzufangen und zum Anderen mit Meditation. Ich hab schon viel Gutes darüber gehört und gelesen und dachte ich geb dem ganzen mal eine Chance. Das Buch werd ich mir auf jeden Fall noch besorgen – klingt super spannend und genau die Themen hinsichtlich Achtsamkeit, Detox & Co., die mich interessieren. Vielen Dank für dein Review!

    Liebe Grüße,
    Alice von http://www.alicechristina.com

    1. Liebe Alice, schau dir doch mal meinen Beitrag zu 7Minds an, diese Meditationsapp nutze ich und für Einsteiger finde ich sie persönlich super. Die Meditationen gehen nur 7 Minuten, es gibt sogar welche die nur 2-3 Minuten gehen wenn es mal wirklich schnell gehen muss. Man kann sich die Vollversion auch für ein Jahr holen und die Krankenkasse erstattet es entweder komplett oder zum Teil (abhängig bei welcher du bist). Die Infos findest du bei 7Minds direkt. Liebe Grüße Eileen

  4. Ohja, Detox ist ja in aller Munde…. nur keiner hält sich wirklich lange dran, denn es fängt im Kleinen an und geht mit Entrümpelung in jeder Ecke weiter! Es ist ein Prozess, der eben nicht mit einem Handschlag getan ist, da scheitern die meisten dran. Man braucht wirklich nicht viel, um glücklich zu sein, da gebe ich dem Buch voll recht. Alles andere ist einfach Luxus, der zufrieden macht oder kann einfach weg.

    Lieben Gruß, Bea.

    1. Richtig, man muss klein anfangen und sich nicht zu viel auf einmal vornehmen, denn jede Gewohnheit braucht eine gewisse Zeit bis sie sich festigt. Liebe Grüße

  5. Ja, die Sache mit der Achtsamkeit, da bin ich auch dran. Als Mama von einem Kleinkind und einem Baby scheitere ich momentan aber auch regelmäßig dran. Aber manchmal klappt es auch… Danke für den Buchtipp!

    1. Versuche wirklich nur kleine Dinge zu ändern, Abläufe z.B. dann wirst du merken, dass es dir leichter fällt. Einfach ausprobieren, und immer weitermachen. Alles Gute Dir!

  6. Achtsam zu leben ist ein lebenslanger Prozess genau wie sich du seinen Körper, seine Beziehungen oder seinen Wohnraum zu reinigen. Machen wir es uns wirklich täglich bewusst, unser Leben ist endlich und wir haben nur das eine.
    Alles Liebe
    Annette

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