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Manche Dinge können aus Zufall passieren, andere Dinge passieren, weil sie passieren müssen. Damit man lernt, aufzupassen, zuzuhören, hinzuschauen….

Damals

Das sich mein Weg mit der Meditation einmal kreuzen würde, daran hätte ich vor Jahren noch nicht gedacht. Mir war das Thema zu weit weg, ich hatte keinerlei Bedürfnis mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Bis ich musste.

Ich leide seit ich denken kann unter Migräne, aber die habe ich tatsächlich gut unter Kontrolle. Was mir mehr zusetzt sind die „normalen“ Kopfschmerzen, auch genannt Spannungskopfschmerzen. Veränderungen der Wetterlage kann ich zielsicherer als jeder Wetterfrosch vorhersagen. Aber auch hier habe ich eigentlich immer ein gutes Gespür und weiß was mir hilft. Doch mit den Jahren habe ich festgestellt, dass ich auf Stress mit Kopfschmerzen reagiere. Emotionaler Stress ist mein Staatsfeind Nr. 1 in dieser Hinsicht.

Doch das Leben ist leider kein Ponyhof, wie oft werden wir vor Situationen gestellt, die wir uns so nicht ausgesucht haben, mit denen wir aber nun klarkommen müssen. Ich bin ein harmonischer Mensch, zumindest denke ich das von mir. Ich bin ein liebenswürdiger Mensch, ich gebe mehr als ich zu nehmen vermag. Du brauchst mein letztes Hemd? Du kannst es haben!
Doch auch hier wurde mir in den Jahren immer bewusster, dass meine eigene Resilienz nicht allem gewachsenen ist. Mir ging es gut, aber Menschen in meinem Umfeld nicht; ganz gleich, ob Freunde oder Verwandte. Je näher mir die Person stand desto mehr wuchs der emotionale Stress. Ich wollte helfen, ich gab alles, ich war da, mental, körperlich. Doch nach vielen Jahren strafte auch mich das Leben, ich bekam viel regelmäßiger Kopfschmerzen und die Intensität wuchs. Ich war das überhaupt nicht gewohnt. Einen bewussten Umgang mit meinen Kopfschmerztabletten hatte ich schon immer, so musste ich immer öfters diese Schmerzen durchstehen ohne auf Tabletten zurück greifen zu können und bald merkte ich, dass auch meine sonst so fähigen Hausmittelchen wie z.B. spazieren gehen, Koffein oder schlafen nicht mehr wirklich halfen. Irgendwann hatte ich dann aufgehört zu zählen wie lange ich die Kopfschmerzen hatte, es waren Wochen. Damals wusste ich noch nicht, dass diese vom Stress so extrem ausgelöst wurden, erst der Besuch bei meinem Neurologen hatte mir Aufschluss darüber gegeben.

Schnell stand fest, dass hier normale Medikamente nicht mehr helfen können. Also musste ich über 3 Monate etwas Stärkeres nehmen. Die Kopfschmerzen ließen nach aber die Nebenwirkungen sagten dafür „hallo“. Mein Neurologe gab mir aber eindringlich mit auf dem Weg, dass diese Medikamente nach 3 Monaten wieder abgesetzt werden müssen, sie dienten lediglich zur sofortigen Durchbrechung meiner damals unerträglichen Kopfschmerzen. Und so kam das in mein Leben, was ich heute pflege und liebe: die Meditation und Achtsamkeit. Er empfahl mir eine App und riet mir dringend Abstand zum emotionalen Stress zu bekommen, auch wenn das hieß, zu den Menschen die mir am Herzen lagen Abstand zu gewinnen. Der einer Satz von ihm, dass niemanden geholfen ist, wenn es mich umhaut, der saß und mit einem Mal wurde mir bewusst, wie sehr ich meine eigenen Warnsignale überhört hatte.

Insgeheim war dieser Besuch beim Dr. und dieser Satz, die Entfachung meines inneren Wunsches mich wieder auf die positiven Sachen im Leben zu konzentrieren. Es war die Geburtsstunde meines Blogs, auch wenn mir das erst einige Wochen später bewusst wurde.

Heute

Ich meditiere seitdem jeden Tag 7 Minuten mit der 7Minds App. Ich hatte letztes Jahr einen Beitrag zu ihrem Buch Von Null auf Omm geschrieben, in diesem erkläre ich auch einiges zum Ablauf. Im Gegensatz zur damaligen Grafik ist die heutige eindeutig höher:

Ich hatte von Anfang an keine Probleme mich in die geführte Atemmeditation zu begeben. Man muss es nur zulassen und sich fallen lassen, sich auf etwas neues einlassen. Ich dachte immer, dass Meditationen stark mit dem Esoterik Gedöns zu tun haben aber ich habe gelernt, dass ich allem eine Chance geben muss. Hätte ich es nicht getan, wäre mir diese tolle Erfahrung niemals gelungen. Anfangs habe ich auch das Angebot von 7Mind genutzt und den ABSM (achtsamkeitsbasiertes Stressmanagement) über die Krankenkasse absolviert. Hierzu werde ich aber demnächst einen gesonderten Blogbeitrag veröffentlichen.

Für mich hat sich die Meditation als festes tägliches Ritual etabliert. Sogar mein Mann macht seit einigen Monaten mit. Gemeinsam machen wir abends vor dem Schlafengehen eine Schlafmeditation. Diese sind geleitete Atemmeditationen, die im Liegen ausgeführt werden und ohne Gong enden. Es ist also durchaus möglich und uns schon oft passiert, dass wir direkt während bzw. kurz nach der Meditation in den Schlaf fallen ohne irgendein Gedankenchaos noch zu haben. Es ist einfach still, man selbst ist ruhig.

Anfangs hielt ich mich an eine Meditation pro Tag á 7 Minuten um mich nicht zu überfordern. Wir alle wissen wie schwierig es ist neue Gewohnheiten erfolgreich im Alltag zu integrieren. Mittlerweile mache ich viel öfters als 1x täglich Meditationen. Beim Spazierengehen hat sich zum Beispiel die Gehmeditation angeboten.

In Bezug auf Kopfschmerzen – gleich welcher Art – nutze ich auch immer wieder den Meditationskurs Umgang mit Schmerzen. Ein Kurs beinhaltet dann 7 Kurseinheiten á 7 Minuten. Das hat den Vorteil, dass man sich noch bewusster mit einem speziellen Thema auseinandersetzt. Für zwischendurch nutze ich oft die Single Meditationen, sprich Einzelkurse.

Hier habt ihr mal eine große Übersicht zwischen Kurse und Singles:

Und hier noch ein kleines Video wie es in der App aussieht und wie ein Kurz aufgebaut ist:

Fazit

Nach einem guten 3/4 Jahr kann ich sagen, dass mir das meditieren hilft. Es erdet mich, es entspannt mich, es hilft mir beim Einschlafen. Ende 2019 habe ich auch bewusst das erste Mal gemerkt, dass ich eine innere Ruhe deutlicher spüre. Ich kann gar nicht richtig beschreiben wie sich das anfühlt, aber ich wusste instinktiv, dass dieses Gefühl das ist, von dem alle wohl immer sprechen.

Ich bin auf einem guten Weg und habe heute viel weniger Kopfschmerzen als früher, die höhe Intensität von damals hat nachgelassen. Und der bewusste Umgang mit mir und meiner Gesundheit hat mir zudem weitere Türen geöffnet. Eine intensive Beschäftigung mit sich selbst ist der Schlüssel zu einer ausgewogenen Gesundheit, körperlich wie mental.

Welche Erfahrungen hast du mit Meditationen und Achtsamkeit gemacht?
Wie meditierst du?

Ich freue mich von dir zu hören!

Deine Eileen 

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21 Replies to “Meine Meditationserfahrungen”

  1. Das freut mich, dass das Meditieren dir geholfen hat. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher noch nicht einmal meditiert habe und mich so auch noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt habe.

    Liebe Grüße
    Steffi

  2. DANKE DANKE DANKE
    Für den Tipp mit der App, ich habe sie mir direkt runtergeladen und werden sie gleich ausprobieren.
    Dein Beitrag ist einfach klasse, du hast mich sehr mit Meditation angesteckt und ich werde es jetzt auch einfach mal ausprobieren.

    Liebe Grüße Anja

  3. Wow, toll, dass du mit der Meditation etwas gegen die Kopfschmerzen gefunden hast. Ich persönlich habe noch nie meditiert, irgendwie habe ich keinen Zugang zu dem Thema. Vielleicht sollte ich der Sache doch mal eine Chance geben.

    1. Hallo Britta, mir ging es Jahre lang auch so. Durch die „moderne“ Variante von 7Minds habe ich aber dann doch Blut geleckt Auch der Podcast auf Spotify ist sehr interessant, vielleicht wäre das ja ein guter erster Einstieg für dich.

    1. Hihi ja dank deiner Empfehlung, da bin ich dir echt dankbar Über meine kleine Meditationsecke werde ich demnächst nochmal berichten, da hatte ich dann auch vor dich zu verlinken als Dankeschön Ich bin meinem Mann auch dankbar, dass er mitzieht bzw. dann letztendlich für sich auch Gefallen daran gefunden hat, das gibt einem nochmal eine extra Portion an Durchhaltevermögen. Liebe Grüße

  4. Es freut mich sehr zu hören, dass du weniger Kopfschmerzen hast als vorher. Die App 7Minds habe ich auch, nutze sie aber recht wenig bisher. Ich mache aber fast jeden Tag Autogenes Training, das sagt mir etwas mehr zu als Meditation.

    1. Danke Ich bin auch sehr froh, dass es besser wurde. Ich kann deinen Einwand verstehen, jeder muss für sich herausfinden was am besten funktioniert und mit was man sich am wohlsten fühlt. Autogenes Training habe ich vor Jahren auch getestet aber damals festgestellt, dass für mich leider nichts ist.

  5. Das ist schön zu lesen, dass dir das Meditieren wirklich was bringt! Ich finde diese Schlafmeditiation sehr interessant, wie oft kann ich einfach nicht einschlafen, weil mir 1000 Sachen durch den Kopf gehen! Wenn ich dann auch noch zu spät ins Bett gegangen bin, fehlt mit der Schlaf dann am nächsten Morgen! Ich werde mir das mal anschauen!

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Das dachte ich auch, aber 7 Minuten am Tag hat jeder, selbst wenn du nur die mini Meditation machst (2-3 Minuten), dafür findet man ein Zeitfenster. Es ist oft der erste Schritt den man gehen muss, danach wird es einem immer leichter gelingen. Ich drück dir die Daumen

  6. Liebe Eileen,
    für mich ist zu Meditieren immer wie ein Spaziergang im Paradies. Danach geht es mir um so viel besser und ich kann meinem stressigen Beruf wieder mit Freude ausführen.
    Alles Liebe
    Annette

  7. Das ist wirklich interessant. Da werde ich gleich mal meine Cousine draufstoßen. Sie hat sehr oft Migräne und auch Stress. Da bisher nichts wirklich half, könnte das vielleicht die Lösung für sie sein.

    Liebe Grüße vom Schokodil

  8. Das klingt ja toll! Ich selbst habe früher oft meditiert … jetzt nicht mehr. Eigentlich schade … ich sollte wieder damit anfangen. Irgendwie hat mir die Zeit und Ruhe dafür gefehlt. Danke für deine Inspiration, liebe Eileen.

    Hab einen schönen Abend!
    lg
    Verena

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