Lange habe ich darüber nachgedacht und die Gedanken in meinem Kopf hin und her geschoben: Ich sollte wieder zum Sport gehen!

Warum?

Neben dem klassischen Bürojob den ich habe und somit stundenlang sitze habe ich einfach zwei weitere Faktoren die mich seit so vielen Jahren begleiten: ein paar Kilo zu viel die mich stören und Stress. Stress kann mitunter auch ein Auslöser dafür sein, dass man sich schwer tut abzunehmen. Wie so oft spielen Hormone und der Ausgleich in der Körpermitte eine zentrale Rolle. Ich lese gerne und viel und ich mache mir auch oft Gedanken. So frage ich mich, ob ich meine Migräne/Kopfschmerzen besser unter Kontrolle hätte, wenn ich mich regelmäßig auspowere. Obgleich ich weiß, dass es mir nach dem Sport auch auf lange Sicht gut gehen wird. Letztes Jahr habe ich es geschafft ein gutes halbes Jahr durchzuhalten. Ich bin 3x die Woche ins Fitness Studio, habe mein Krafttraining absolviert und auch meine Ernährung umgestellt. Die Ergebnisse waren da, man konnte eine Veränderung sehen aber wie so oft passiert dann etwas größeres im Leben, in diesem Fall ein Schicksalsschlag in der Familie meines Mannes und zack war ich wieder draußen aus meiner hart erkämpften Routine und habe bis heute nicht mehr zurück gefunden. Aber damit soll nun Schluss sein!

Warum?

Weil ich mich nicht wohl fühle. Natürlich wirke ich für Außenstehende nicht dick aber jeder sollte sich in seiner eigenen Haut wohl fühlen.

Also habe ich mich vor gut einem Monat hingesetzt und überlegt wie ich mein „Problem“ am besten lösen könnte. Als erstes dachte ich mir, dass ich unbedingt wieder ins Fitness muss. Bis dato war ich gut ein Jahr stille Teilhaberin an dem Club 😀 Das Krafttraining hatte mir hier sehr gut geholfen, Cardio finde ich einfach total langweilig. Außerdem ist für mich Krafttraining viel besser, denn die Muskeln verbrennen auch im Ruhemodus weiter Kalorien, was bei Cardio nicht der Fall ist. Steige ich vom Rad ab ist Schluss damit. Natürlich muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass die Muskeln erstmal aufgebaut werden müssen damit dieser Effekt greift.

Somit war das Thema Fitness für mich als Plan aufgestellt. Doch wie mache ich das mit der Ernährung? Und schon fiel mir eine Freundin ein, die sehr viel abgenommen hat und dennoch nie den Jojo-Effekt oder krasse Heißhungerattacken hatte.

Was war ihr Geheimnis?

Es klingt so banal und ist mir in den letzten Jahren schon oft über den Weg gelaufen aber ich habe mich nie wirklich damit auseinander gesetzt:

Kalorien tracken

Ich habe mich früher nie an diese Thematik herangetraut, weil ich immer dachte es wäre zu kompliziert, man muss rechnen und wie soll das im Alltag schnell und einfach einsetzbar sein. Tja, hätte ich mich mal eher näher damit auseinander gesetzt….

Ich hätte mir viele Enttäuschungen, bares Geld und Nerven gespart!

Meine Freundin hat mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden und so habe ich innerhalb kürzester Zeit das Prinzip verstanden. Zu 98% stehen die Kalorien (kcal) Angaben auf den Lebensmittelverpackungen (100g entspricht xxx kcal). Durch einfache Anwendung des Dreisatzes kann man also errechnen was 1g in kcal entspricht und danach sein abgewogenes Lebensmittel hochrechnen. Einen klaren Vorteil bieten hier diverse Apps die kostenlos erhältlich sind und eine große Auswahl in der Lebensmitteldatenbank haben. Findet man sein Produkt in der Lebensmitteldatenbank durch Eingabe der Marke oder durch Abscannen des Barcodes, errechnet die App nach Eingabe der abgewogenen Gramm die Kcal selbst aus. Das ist noch der einfachere Teil 🙂

Ich koche eigentlich fast täglich frisch und in größerer Menge, damit mein Mann und ich auch am nächsten Tag etwas zum Mittagessen in der Arbeit mitnehmen können. So erspart man sich im Übrigen ungesundes Essen – Hand aufs Herz: mal schnell zum Bäcker oder eine Pizza fürs Büro bestellen ist relativ leicht aber eben auch ungesund 😉 Und für den Geldbeutel ist das Ganze auch gut!

Allerdings hat man hier das Problem, dass unterschiedliche Produkte im Essen enthalten sind und dann auch noch in unterschiedlicher Menge. Statt einer ganzen Packung Kochschinken werden nur 2 Scheiben benötigt usw. Hier muss man tatsächlich mit Block und Stift sich hinsetzen und sein Essen „ausrechnen“.

Vorteil:

Ist die Menge immer gleich, muss man die Rechnung nur einmal machen und danach im Handy einfach einspeichern. Die Apps übernehmen dann das Umrechnen auf die Portionsmenge. Heißt man muss also nur seine Portion fortan abwiegen.

Nachteil:

Kocht man oft Freestyle – meistens bei uns – dann muss man immer wieder aufs neue alles aufschreiben und ausrechnen. Aber diesen kleinen Nachteil nehme ich in Kauf. Wie vieles anderes im Leben gewöhnt man sich dran und macht es unbewusst. Mittlerweile bin ich hierin ganz schnell.

Wie ich eingangs schon erwähnt habe, hatte ich letztes Jahr auch meine Ernährung versucht umzustellen. Wie viele andere auch, habe ich in den letzten Jahren diverse Diäten oder Programme ausprobiert. Und letzteres hat mich nicht nur viel Geld gekostet sondern auch Nerven. Gegen eine gesunde Ernährung habe ich nichts einzuwenden, dass muss jedem bewusst sein, dass das sehr wichtig ist – nicht nur für eine Abnahme. Mich hat viel mehr gestört wie man genötigt wurde spezielle Produkte und Lebensmittel zu erwerben. Die nicht nur sehr teuer sind, nein sie schon zu finden war schwierig. Wenn ich zurückblicke und überlege, welche Summen ich im Reformhaus gelassen habe… Aber gut mein Mann und ich wollten es ausprobieren, haben wir getan und sind zu dem Ergebnis gekommen: machen wir nicht nochmal. Für jemand anderen ist das vielleicht der Weg zum Erfolg für uns war es eher Qual nichts mehr essen zu können, dass wir wollten und außer einem einzigen Cheatday auf alles ohne Ausnahme zu verzichten. Da vergeht einfach auch schnell die Freude daran. Vor allem, wenn man unterwegs mal essen möchte oder bei jemanden eingeladen ist…

Beim Tracken von Kalorien gibt es keine Verbote und somit ich finde, dass es sich sehr gut in den Alltag somit einbauen lässt. Natürlich eskalieren mein Mann und ich nicht – das wäre kontraproduktiv! Aber zu wissen, dass man sich auch mal ein Stück Schokolade oder anderes gönnen darf  beruhigt mich. Wie ebenfalls oben bereits erwähnt, kann auch Stress die Abnahme behindern.

Wichtig ist, wenn man abnehmen möchte, dass mein ein sogenanntes Defizit einbaut. In der Regel heißt es, dass 1 kg Fett aus ca. 7000 Kalorien besteht. Möchte man also 1 kg abnehmen sollte man ein Defizit von 500 Kalorien einbauen, dann nimmt man ca. 0,5 kg pro Woche ab was einer gesunden Abnahme entspricht. Hier kommt es dann auch weniger zum Jo-Jo-Effekt.

Für uns ist das Tracken von Kalorien die bisher effektivste und einfachste Art. Nichtsdestotrotz muss natürlich jeder für sich selbst herausfinden, mit was er am besten klar kommt.

Meine Optimierung

Soweit so gut, jetzt waren die Punkte Fitness und Ernährung also geklärt. Blieb nur noch die Erkenntnis, dass ich einen Bürojob habe in dem ich mich nicht so viel bewege und jeden Tag ins Fitnessstudio zu gehen stand für mich außer Frage. Meine Freundin und auch eine Arbeitskollegin haben eine sogenannte Fitnessuhr, welche die Schritte, den Puls, die Etagen, die gelaufenen Kilometer und natürlich die verbrannten Kalorien zählt bzw. ermittelt.

An dieser Stelle muss gesagt werden, es handelt sich immer nur um Richtwerte.

Ich habe mir so eine Fitnessuhr zugelegt und trage diese seit gut einem Monat, Tag und Nacht. Und diese kleine Uhr hat mich tatsächlich dazu gebracht öfters aufzustehen und zu gehen. Empfohlen wird 10.000 Schritte am Tag zu machen mittlerweile schaffe ich oft viel mehr. In der Pause gehe ich immer raus, nach Hause laufe ich mittlerweile und abends gehen mein Mann und ich noch eine Runde spazieren.

Mit der Uhr die ich gekauft habe, kann ich sogar mit meiner Freundin über die App kleine Wettkämpfe starten, wer am Ende die meisten Schritte hat, das motiviert auch nochmal 🙂

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Ein kleiner Einblick zu unserem gestrigen Tag, der auch als Anreiz dienen kann, dass es manchmal einfacher ist als man denkt 🙂

Zur Zeit ist in der Nachbarstadt Kirchweih und dann möchte man natürlich das ein oder andere gerne essen, aber da es sich oft um Produkte aus der Kategorie „viel Zucker“ etc. handelt muss man natürlich etwas entgegensteuern. Also haben mein Mann und ich gestern kurzen Prozess gemacht, wir haben uns bequeme Schuhe angezogen und sind entlang der Pegnitz in die Nachbarstadt gelaufen, wir waren gut 2 Stunden unterwegs aber dafür ein Stück weit in der Natur, fern ab vom Straßenlärm. So konnten wir uns etwas auf der Kirchweih gönnen, da wir wussten, dass wir in unserem Defizit sind.

Ein paar Eindrücke unseres Spazierganges möchte ich euch nicht vorenthalten, denn es hat mir gezeigt, dass ich auch abnehmen kann ohne jeden Tag ins Fitness zu rennen, die einfache Bewegung (natürlich kein Schleichen) bringt oftmals den Puls schon in die Fettverbrennung. Tja was soll ich sagen, manchmal können Dinge auch einfach gelöst werden 🙂Spaziergang, eileens good vibes, Kalorien Tracken

Flussaussicht, eileens good vibes, Kalorien Tracken

Herbstfarben, eileens good vibes, Kalorien Tracken

Flussaussicht, eileens good vibes, Kalorien Tracken

Fazit

Wir werden weiterhin dran bleiben, fleißig die Kalorien tracken, auf unser Defizit achten, versuchen sich viel im Alltag außerhalb der Fitnesstage zu bewegen und bewusster leben! Für uns ist es bisher sehr gut gelaufen, wir verzeichnen beide schon einen Gewichtsverlust. Wir sind also gespannt wo die Reise hingeht. Von Zeit zu Zeit werde ich hier berichten 🙂

 

Beschäftigt ihr euch ebenfalls mit Ernährung, Sport und Abnahme? Was hat euch gut geholfen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Eure Eileen 

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19 Replies to “Sport als Stressbewältigung & kcal tracken für ein besseres Wohlgefühl?”

  1. Das hört sich ja echt positiv an, liebe Eileen. Bei mir macht das zum Glück die WW App in Punkten. Ich würde wahnsinnig werden, müsste ich immer alles ausrechnen. Aber das ist Geschmacksache und für jeden ist was anderes gut 🙂 Bin gespannt, ob du dabei bleibst!

    Liebst,
    Sarah von http://www.vintage-diary.com

    1. Danke für deinen lieben Kommentar 🙂 WW hatte ich vor vielen Jahren getestet aber irgendwie mich damit nicht zurecht gefunden, aber Hauptsache wir haben alle eine Möglichkeit unser Ziel zu erreichen und dann auch zu halten. Finde es toll, dass du durch WW dein Ziel erreicht hast. Liebe Grüße

  2. Glaub mir, nach 2-3 Monaten wirst du nichts mehr ausrechnen müssen. Man bekommt super schnell einen Überblick und kann dann alles grob abschätzen 🙂
    Ich tracke keine Kalorien, ich achte einfach auf eine ausgewogene Ernähung und viel Bewegung – die hab ich dank meinem Hund aber sowieso 😀

  3. Interessanter Beitrag.
    Ich muss ihn auch immer ordentlich schimpfen meinen Schweinehund.
    Aber wenn ich mich dann überrede, dann bin ich auch froh etwas getan zu haben.
    Kalorien zählen hab ich noch nie probiert. Aber ähnliches – ich war mal bei den WW (Weight Watchers) das war auch ganz interessant und hat geholfen. Als Stress-bewältigung finde ich Sport auch genial.
    Ich sollte also auch wieder mehr Sport machen… – hast gehört Schweinehund 😉
    Lieben Gruß – Martina von http://www.stielreich.at & http://www.stielreich.at/blog

    1. WW kenne ich auch, dass habe ich vor sehr vielen Jahren ebenfalls ausprobiert aber irgendwie war ich damit nicht zufrieden. Ich koche gerne und viel und habe diverse Rezepte etc. da hab ich mir immer schwer getan, was nun beim Kalorien zählen weg fällt.
      Aber schön, dass du deinen inneren Schweinehund den Kampf ansagst. Liebe Grüße

  4. Liebe Eileen,

    super Tipps! Zum Sport komme ich definitiv leider nicht, da ich mit Arbeit, Pferd (Stalldienst) und dem Blog schon so viel um die Ohren habe, dass viele andere Dinge zu kurz kommen. Aber ich finde das mit der Sportuhr toll! Da kann man mehr Bewegung in den Alltag einbauen. Und das würde mir sicher schon helfen.
    Ernährungsumstellung ist sicherlich auch mit der beste Weg zum Erfolg. Kalorien werde ich wohl nicht zählen, aber mal mehr darauf achten, was ich esse und die Kantine auslassen 😉
    Vielen Dank, dass Du uns an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt! 🙂

    Viele liebe Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

    1. Das stimmt, schon das bloße Auseinandersetzen was man täglich isst kann einen Aufschluss geben wo die möglichen Fehlerquellen liegen 🙂 Wünsche dir viel Erfolg, liebe Grüße

  5. Ein schöner Bericht, da bin ich ganz bei Dir : Sport ist wichtig als Streßbewältigung, ich schwimme regelmäßig ansonsten ist meine Laune im Keller…. Kalorien zählen zum Abnehmen ist die absolute Basis, erst wenn ich weiß wo ich stehe kann ich losmarschieren… mit und ohne Sport, lg

    1. Richtig so sehe ich das auch 🙂 Schwimmen klingt toll, dass war im Sommer bei dem heißen Wetter mit Abstand das Beste das man tun konnte 🙂

  6. Bei mir in der Arbeit machen einige derzeit eine Low-Carb-Diät. O-Ton einer Kollegin: „Wenn ich gewusst hätte, dass das so einfach ist, hätte ich das schon früher gemacht. Die früheren Diäten waren immer mühsam, aber jetzt – ich muss nie hungern.“ Sie verzichtet halt komplett auf Kohlenhydrate wie Reis, Nudeln und Kartoffeln, isst absolut nichts Süßes und trinkt so gut wie keinen Alkohol. Dafür ging die Abnahme echt mega schnell. Seit August hat sie 17 Kilo abgenommen. Und das ganz ohne Sport, sondern nur mit der Ernährungsumstellung. Ein anderer Kollege hat bereits 20 kg abgenommen. :O
    Es erfordert aber m.E. schon seehr viel Disziplin.
    Liebe Grüße
    Julie von julie-en-voyage.com

    1. Das stimmt, Disziplin fordert es immer, aber ich habe für mich von „Ernährungsumstellungen“ abgesehen bei denen du dir alles verbietest, dass ist nicht gesund und sobald du auch nur einmal aus dem Flow raus kommst setzt der Jo-Jo-Effekt an. Für mich ist eine Ernährungsumstellung bewusst essen, viel frisch kochen, wenig süßes und wenig Kohlenhydrate aber gänzlich diese Sachen weg lassen kann auf Dauer auch schwierig werden. Ich glaube am Ende muss man einfach einen Weg finden alles in angenehmer Art unter einen Hut zu bekommen und glücklich damit zu sein. Ich war nie glücklich so radikal auszugrenzen, andere sind da vielleicht anders 🙂 Liebe Grüße

  7. Hey,
    ich habe es wirklich oft versucht, aber irgendwie bringt es nichts. Entweder mache ich was falsch, oder mein Gewicht kommt einfach nicht von dem was ich esse (was ab und an echt wenig ist).

    Aber schön, dass es bei dir so klappt.
    Im Moment habe ich da auch keine Gedanken dran, weil ich erst mal psychisch zur Ruhe kommen muss.

    Liebe Grüße

    1. Hast du ein Defizit von 500 kcal oder mehr eingebaut? Ich wiege mich z.B. jeden Tag morgens nach dem Aufstehen und notiere mir es, denn das Gewicht kann je nach Wassereinlagerung schwanken. Daher kann ich nach einer Woche immer einen Wochendurchschnitt ermitteln. Auf der anderen Seite ist natürlich auch die Frage was du generell isst und ob du ausreichend trinkst 🙂 Aber wie du schon sagst, es kommt auch viel auf die Psyche an, denn Stress kann einen hier auch behindern. Es gibt ein interessantes Buch, dass mit vielen „falschen“ Aussagen beim Abnehmen aufräumt, vielleicht kennst du es ja „Fettlogik“ heißt es, vielleicht wäre es eine kleine Hilfe?
      Ich wünsche dir viel Erfolg, liebe Grüße Eileen

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