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Vor zwei Wochen habe ich euch einen kleinen Einblick in meinen Kurs „Stressbewältigung mit den Methoden der positiven Psychologie“ gegeben.  Hier könnt ihr den Artikel nochmal lesen 🙂

Die liebe Anna von youcantellanybody hat in ihrem Kommentare damals hinterlassen, dass sie noch mehr Punkte aus dem Kurs interessieren würden. Da der Kurs recht umfangreich war und es ein großes Spektrum hierzu gibt, werde ich diese in mehreren Teilen auf meinem Blog vorstellen.

Was ist positive Psychologie?

Die positive Psychologie behandelt die positiven Seiten des Menschseins: Glück, Optimismus, Geborgenheit, Vertrauen, individuelle Stärken, Verzeihen/Vergebung, Solidarität.

Man kann die positive Psychologie in drei Säulen einteilen und so erkennen wie sie arbeitet:

  • Positive Erfahrung: z.B. durch positive Gefühle, glückliche Ereignisse, Glück im allgemeinen
  • Positive Einstellung: z.B. durch Ziele, Stärken und auch Werten
  • Positive Beziehungen: in allen Bereichen (Arbeits- und Privatumfeld etc.)

Wie ihr sehen könnt verbindet die positive Psychologie so gut wie alle Bereiche die einen in den Sinn kommen und mit denen man täglich in Berührung steht.

Was ist Stress?

Um zu verstehen was Stress ist, muss man in die Vergangenheit, besser gesagt an den Anfang unserer Evolution zurückgehen. Unsere Vorgänger benötigten Stress schlichtweg um zu überleben. Den in einer gefährlichen Situation wie z.B. der Begegnung mit einem gefährlichen Tier wurden exakt immer zwei Stressfaktoren ausgelöst: Flucht oder Kampf. In beiden Fällen reagiert der Körper mit Ausschüttung von Stresshormonen wie z.B. Adrenalin. Dies bewirkte, dass der Körper auf Hochtouren lief und sich einzig und alleine mit dieser Stresssituation befasste. Wenn die Gefahr vor rüber war z.B. das gefährliche Tier wieder abließ und verschwand signalisierte dies dem Körper, dass die Stresssituation gebannt war. Die Ausschüttung der Stresshormone nahm ab und man kehrte zurück in den Ruhezustand.

Dieses körperliche bzw. hormonelle Vorgehen war früher Überlebens wichtig.

Inzwischen leben wir aber im 21. Jahrhundert und viele Gefahren von damals kommen heute in dieser Form nicht mehr wirklich vor. Doch der Körper hat sich in all diesen vielen Jahrhunderten nicht angepasst. So reagieren wir in – für uns empfindlichen – stressigen Situationen noch immer wie in der Steinzeit.

Als einfaches Beispiel:

In jedem Büro gibt es Phasen in denen es hektischer zugeht, man muss Fristen einhalten oder sich um wichtige Punkte schnellstmöglich, manchmal sogar ohne vorherige Kenntnis kümmern. Unser Körper reagiert hier exakt wie zu früheren Zeiten: Flucht oder Kampf. Natürlich können wir keines der beiden Punkte so anwenden, soweit sind wir dann doch mit unserem Gehirn 🙂 Aber die Ausschüttung der Stresshormone wie Adrenalin findet trotzdem statt. Man hat einen geschärften Blick auf das was erledigt werden muss und anhand einfacher körperlicher Veränderungen kann man sich auch bewusst machen, dass man in solch einer Stresssituation sich gerade befindet. So wird die Atmung schneller, man ist angespannter, man schwitzt in manchen fällen auch mehr. Das Problem in der heutigen Zeit ist nur, dass man dem Körper keine richtige Situation liefern kann um zu signalisieren, dass die Stresssituation vor rüber ist. Und genau das ist auch das Problem in der heutigen Zeit.

Wir geraten viel zu oft in Stress, können diesen anfangs gut kompensieren aber irgendwann wird es einfach zu viel. Der Körper findet den Exit nicht.

Man muss sich also darüber im Klaren werden, dass wir selbst dazu beitragen müssen von diesem Stresspegel runterzukommen um nicht Gefahr zu laufen, dass es chronischer Stress wird und unsere Gesundheit darunter leidet!

Zu diesem Punkt gibt es noch die Unterscheidung, dass es positiven Stress (Eustress) und negativen Stress (Disstress) gibt. Man kann beide wie folgt Kategorisieren:

Eustress:

Diesen erleben wir als positiv, er erhört unsere Aufmerksamkeit und fördert die max. Leistungsfähigkeit. Auch wiederholt auftretender Eustress wirkt sich positiv auf die psychische und physische Funktionalität unseres Organismus aus.

Disstress:

Dieser ist der gefährliche Stress, er wirkt bedrohlich und wirkt sich erst recht negativ auf uns und unser Gemüt aus, wenn kein entsprechender körperlicher Ausgleich erfolgt (z.B. Sport). Disstress wird als extrem unangenehm empfunden, oftmals werden hier auch Verbindungen geschaffen wie „Ich kann nichts tun.“ etc. Beispiele als Auslöser von Disstress können sein: Tod, Jobverlust, Scheidung. Es gibt hier aber noch viele andere größere und kleinere Beispiele für Disstress.

Was ist Glück?

Jeder ist seines Glückes Schmied.
Appius Claudius Caecus

Wer im Wörterbuch nachschlägt wird unter Glück meist folgende Definition finden:

  • besonders günstiger Zufall, erfreuliche Fügung des Schicksals.
  • das personifizierte Glück.
  • angenehme, freudige Gemütsverfassung.

Im Rahmen des Kurses haben wir uns hingegen auf zwei spezielle Richtungen des Glücks beschäftigt: Wohlfühlglück und Werteglück.

Wohlfühlglück:

Das Wohlfühlglück haben wir selbst in der Hand, alles bei dem wir uns „wohl“ fühlen vermittelt uns dieses Gefühl. Ich z.B. liebe es Spaziergänge zu machen, von meinem Mann nach einem langen Arbeitstag massiert zu werden oder mich für Stunden auf den Balkon zu setzen und dabei zu lesen. Das alles fördert angenehme Gefühle. Manchmal verbinden wir damit auch alte Erinnerungen, vielleicht an den letzten Urlaub, wenn wir eine bestimmte Eis Sorte oder Getränk zu uns nehmen. Hier können wir fast alles selbst steuern.

Wohlfühlglück: lange Spaziergänge

Wichtig ist nur, dass wir uns dieser kleinen Macht auch bewusst sind, daher auch das eingangs gewählte Zitat zum Glück. Natürlich können wir nicht alles beeinflussen aber wir können einen sehr großen Beitrag dazu selbst leisten!

Werteglück:

Beim Werteglück geht es darum, die Ziele, Werte und Vorstellungen seines Lebens auch so leben zu können um glücklich zu sein. Aber Vorsicht, nicht immer hat man beim Erreichen dieser Dinge eine immer wiederkehrende Glücksphase. Wir kennen es alle: Wir arbeiten hart um unsere Ziele und Wünsche zu erreichen und sind am Ende auch entsprechend glücklich, doch manchmal ist der Weg dahin mit Steinen geebnet. Soll heißen: das Ergebnis zählt aber der Weg kann manchmal auch up & downs haben 🙂

Werteglück: mein Lieblingsmensch

Meine Lieben ich hoffe der kleine Exkurs über die verschiedenen Begriffserklärungen haben euch gefallen und helfen euch weiter 🙂 Seit gespannt auf die kommenden Teile!

Eure Eileen

Stressbewältigung, Begriffserklärung, eileens good  vibes

2 Replies to “Teil 2: Stressbewältigung mit den Methoden der positiven Psychologie”

  1. Hey meine Liebe 🙂 Endlich komme ich dazu den zweiten Teil dieser Reihe zu lesen. Auch der ist wieder super interessant geworden. Mir waren diese Begrifflichkeiten bzw. die Unterschiede zwischen ihnen bis dahin gar nicht so bewusst. Ich bin gespannt was bald noch aus der Reihe kommt. xxx

    1. Danke liebe Anna So ging es mir am Anfang auch. Es kommen noch spannende Teile, dieses Wochenende werde ich weiter daran arbeiten.

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